Teleprompter für Loom: So liest du dein Skript beim Aufnehmen

Natalie Brooks · 21. August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Person nimmt am Homeoffice-Schreibtisch ein Loom-Video auf, Blick in die MacBook-Kamera, Teleprompter-Skript am Bildschirm

Ein Loom-Video aufzunehmen ist leicht. Darin sicher und vorbereitet zu klingen – ohne sichtbare Notizen, ohne über Zahlen zu stolpern, ohne dieselben 90 Sekunden sechsmal neu zu drehen – ist schwerer. Die meisten verlassen sich auf Gedächtnisstützen oder schielen in ein zweites Fenster, und beides sieht man im Bild. Dein Blick wandert, der Rhythmus bricht, und aus einer runden asynchronen Präsentation wird ein grober Take.

Ein Loom-Teleprompter zeigt dein Skript in einem laufenden Fenster nah an der Kamera, während du aufnimmst. Öffne auf dem Mac den kostenlosen Online-Teleprompter auf teleprompter.works/online/, füg dein Skript ein, schieb das Fenster direkt unter deine MacBook-Kamera und starte die Aufnahme in Loom. Dein Text läuft in deinem Sprechtempo; Loom erfasst deinen Vortrag ohne sichtbare Notizen im Bild.

Hat Loom einen eingebauten Teleprompter?

Das ist die häufigste Frage von allen, die Looms Sprechernotizen probiert und für unzureichend befunden haben. Loom hat Sprechernotizen – während der Aufnahme über die Werkzeugleiste erreichbar –, aber sie laufen nicht, sind nicht auf Lesbarkeit vor der Kamera ausgelegt und als Stichpunkt-Checkliste gedacht, nicht als laufendes Skript.

In der Praxis funktionieren Sprechernotizen für zwei oder drei Stichpunkte, auf die du kurz schaust. Sie funktionieren nicht für vollständige Sätze, datenlastige Inhalte oder Aufnahmen, in denen du ein gleichmäßiges Tempo halten musst. Wer sich in einer eigenen Loom-Aufnahme dabei sieht, wie die Augen mitten im Satz zum Bildschirm zucken, sieht genau das, was auch die Zuschauer sehen.

Ein eigener Teleprompter für Loom behebt das. Er lässt Text in gesteuertem, einstellbarem Tempo nah an der Kamera laufen, sodass Ablesen und Ins-Objektiv-Schauen fast dieselbe Handlung werden. Loom erfasst sicheren Vortrag; die Zuschauer sehen durchgehenden Blickkontakt.

Loom-Teleprompter auf dem Mac einrichten (kostenlos, 3 Minuten)

Die meisten Loom-Aufnahmen entstehen auf dem Mac – dort läuft die Desktop-App, und dort sind Bildschirmaufnahmen am praktischsten. Der genaue Ablauf:

  1. Den kostenlosen Online-Teleprompter öffnen. Geh auf teleprompter.works/online/ in Chrome oder Safari. Kein Login, kein Konto, keine Installation. Das ist der Mac-Teleprompter, der neben Loom in jedem Browserfenster läuft.
  2. Skript einfügen. Schreib so, wie du sprichst – kurze Sätze, ein Gedanke pro Satz, wichtige Zahlen exakt ausgeschrieben. Für eine Loom-Aufnahme muss nicht jedes Wort geschrieben sein: Schreib den ersten Absatz, deine Übergänge, die Kernzahlen und den Schluss. Das Verbindende lässt du frei.
  3. Schrift auf 36–44 pt und Tempo auf 90–110 WpM stellen. Loom-Aufnahmen laufen meist flotter als förmliche Präsentationen. Kalibrier das Tempo mit einem 30-Sekunden-Test vor der Aufnahme, damit der Lauf zu deinem natürlichen Vortrag passt.
  4. Das Browserfenster direkt unter die MacBook-Kamera setzen. Die eingebaute Kamera sitzt oben in der Bildschirmmitte. Je näher die erste Textzeile an der Kamera liegt, desto kleiner der Winkel, den deine Augen zwischen Lesen und Objektiv zurücklegen. Am MacBook liegen etwa 5 cm zwischen Kamera und oberem Bildschirmrand – ziel auf diesen Bereich.
  5. Den Lauf eine Sekunde vor dem Sprechen starten. So steht dein erster Satz schon da, bevor du beginnst, und du suchst im ersten Bild nicht nach deiner Stelle. Danach nimmst du in Loom ganz normal auf.

Laut einer 2024 von Atlassian veröffentlichten Nutzungsanalyse erreichen Loom-Aufnahmen unter 2 Minuten eine Abschlussrate von 78 %, während sie bei über 5 Minuten auf 41 % fällt. Die Folgerung: Setz deinen Kernpunkt in die ersten 60 Sekunden. Ein Teleprompter hilft dir, diesen Einstieg mit gleichmäßigem Tempo und Blickkontakt zu liefern – genau dort, wo die Aufmerksamkeit am höchsten ist und der erste Eindruck entsteht.

Teleprompter für Loom mit dem iPhone über Kamera-Übergabe

Das iPhone wird zunehmend zur bevorzugten Kamera für Loom-Aufnahmen, besonders seit Apples Kamera-Übergabe es als Webcam-Quelle in der Loom-Desktop-App auf dem Mac erscheinen lässt. Das Kamerasystem des iPhone – optische Bildstabilisierung, besseres Verhalten bei wenig Licht, kinoreife Tiefenunschärfe – übertrifft die meisten eingebauten Laptop-Kameras.

Das Loom-Teleprompter-Setup mit dem iPhone unterscheidet sich vom Mac, weil Kamera und Skriptanzeige auf demselben Gerät liegen. Nutz die iPhone-App von Teleprompter-Scrolling Scripts im Kamera-Modus:

  1. Stell dein iPhone auf ein Stativ in Augenhöhe, dir zugewandt.
  2. Öffne die App, füg dein Loom-Skript ein und wechsle in den Kamera-Modus. Dein Skript erscheint als laufendes Overlay über dem Live-Kamerabild.
  3. Öffne auf dem Mac Loom und wähl dein iPhone im Kameraauswahlmenü über die Kamera-Übergabe als Quelle.
  4. Tipp in der iPhone-App auf Play, um den Lauf zu starten, und beginn dann die Aufnahme in Loom.

Das Overlay des Kamera-Modus erscheint auf deinem Handybildschirm, aber nicht in der Loom-Aufnahme – Loom erfasst das reine Kamerabild. Deine Augen bleiben am Objektiv, weil das Skript genau dort liegt. Näher kommt eine reine Softwarelösung einem professionellen Broadcast-Teleprompter nicht, und das ohne Hardwarekosten.

Was du skripten solltest und was nicht

Die natürlichsten Loom-Aufnahmen sind teilweise geskriptet. Vollständige Skripte klingen schnell abgelesen. Gar kein Skript heißt Stolpern genau an den Stellen, die zählen.

Diese Teile schreibst du:

  • Deinen ersten Satz. Die ersten 5 Sekunden setzen Ton und Autorität. Die sollten jedes Mal sitzen.
  • Zahlen und konkrete Kennwerte. „Der Umsatz wuchs um – ich glaube 34 %, vielleicht 37 % …“ ist ein Glaubwürdigkeitsleck. Schreib Zahlen exakt auf.
  • Übergänge zwischen Abschnitten. „Bevor ich das Dashboard zeige, erkläre ich kurz den Ausgangspunkt …“ – saubere Übergänge verhindern Abschweifen zwischen Segmenten.
  • Deine Bitte oder den nächsten Schritt am Ende. Die letzten 15 Sekunden eines Looms entscheiden, ob jemand handelt. Schreib sie knapp aus.

Das lässt du frei: Erklärungen zu Dingen, die du tief kennst, Kommentar über einer Bildschirmaufnahme, Reaktionen auf Inhalte, die du gerade ansiehst. Deine Fachkenntnis trägt das – ausgeschrieben klingt es hohl.

Dieser gemischte Ansatz – geschriebene Ankerpunkte, freies Verbindungsgewebe – gibt dir einen runden Vortrag dort, wo es zählt, und echte Energie überall sonst. Zum selben Prinzip bei Videocalls siehe einen Teleprompter für Zoom nutzen.

Tipps, um beim Ablesen des Loom-Skripts natürlich zu klingen

Ablesen und natürlich klingen schließen sich nicht aus. Was sie unvereinbar macht, ist fast immer die falsche Schriftgröße oder ein zu schnelles Tempo.

  • Erhöh die Schrift, bis du nicht mehr waagerecht abtastest. Wandern deine Augen zum Lesen einer Zeile von links nach rechts, ist der Text zu klein. Große Schrift (ab 40 pt) heißt, dass jede Zeile ins periphere Sehen passt, ohne Abtasten – dein Blick bleibt auf der Kamera.
  • Verlangsame den Lauf, bis er sich leicht hinter dir anfühlt. Die meisten stellen zu schnell ein. Richtig ist das Tempo, bei dem du dem Text leicht voraus bist – das wirkt in der Aufnahme sicher und ruhig statt gehetzt.
  • Setz Pausenmarken in dein Skript. Setz einen Zeilenumbruch oder einen Gedankenstrich dorthin, wo du natürlich atmen oder einen Punkt wirken lassen würdest. Skripte ohne eingebaute Pausen ergeben Aufnahmen, die nach Hetze klingen.
  • Nimm 30 Sekunden zur Probe auf und beobachte deine Augen. Spiel es ab und verfolg deinen Blick. Bewegen sich die Augen ruhig und wirkt der Blick nach vorn gerichtet, stimmt das Setup. Tastest du sichtbar ab, verringere das Tempo und erhöh die Schrift.

Eine 2023 in Computers in Human Behavior veröffentlichte Untersuchung zur Kommunikation ergab, dass die wahrgenommene Kompetenz in asynchronem Video stärker mit sprachlicher Flüssigkeit und kameragerichtetem Blick zusammenhing als mit der Inhaltsqualität allein. Vortragende mit nach vorn gerichtetem Blick und ohne Füllwörter wurden als 22 % kompetenter bewertet als solche mit identischem Inhalt und häufigen Blickabbrüchen. Ein kalibrierter Teleprompter adressiert beide Größen gleichzeitig – der Blickkontakt bleibt gleichmäßig, und das Skript nimmt die Füllwörter.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es in Loom eine Teleprompter-Funktion?

Loom hat Sprechernotizen, die während der Aufnahme statische Stichpunkte anzeigen – aber keinen laufenden Teleprompter. Sprechernotizen sind eine Checkliste; sie laufen nicht automatisch mit und folgen deinem Tempo nicht. Für einen echten Loom-Teleprompter nutzt du ein eigenes Werkzeug wie den kostenlosen Online-Teleprompter auf teleprompter.works/online/, positioniert nah an deiner Loom-Kamera.

Kann man Loom ein Skript hinzufügen?

Nicht direkt in Looms Aufnahmeoberfläche. Loom unterstützt Sprechernotizen – statische Stichpunkte während der Aufnahme –, aber kein laufendes Skript. Der Weg drumherum ist ein externer Teleprompter: der kostenlose Online-Teleprompter auf teleprompter.works/online/ auf dem Mac oder die iPhone-App Teleprompter-Scrolling Scripts, wenn du Loom mit einem iPhone über Kamera-Übergabe aufnimmst.

Was ist besser, Loom oder OBS?

Sie erfüllen verschiedene Zwecke. Loom ist für schnelle, teilbare asynchrone Videos gebaut – Aufnahme, Teilen und Auswertung in einem Ablauf ohne Konfiguration. OBS ist ein professionelles Sendewerkzeug mit mehr Kontrolle, aber ohne eingebautes Teilen und ohne Zuschauerdaten. Für geskriptete Videos an Kollegen oder Kundschaft gewinnt Looms Einfachheit. OBS lohnt sich nur bei Studioqualität oder komplexem Szenenwechsel.

Was kostet Loom?

Loom hat einen kostenlosen Tarif mit Grenzen bei Speicher und Videolänge. Bezahlpläne (Loom Business und Enterprise) ergänzen längere Aufnahmen, mehr Speicher, Auswertungen und Teamfunktionen. Die Teleprompter-Werkzeuge in diesem Guide – teleprompter.works/online/ und die App Teleprompter-Scrolling Scripts – sind unabhängig von deinem Loom-Tarif kostenlos.

Funktioniert ein Teleprompter mit Loom-Bildschirmaufnahmen?

Ja, mit einer Anpassung. Nimmst du in Loom Kamera plus Bildschirm auf, leg das Prompter-Fenster außerhalb des erfassten Bereichs, damit es nicht in der Aufnahme erscheint. Bei reinen Kameraaufnahmen gibt es keinen Konflikt – der Teleprompter ist einfach ein weiteres Fenster auf deinem Schreibtisch. Das Setup mit dem iPhone-Kamera-Modus umgeht das ganz: Das Overlay liegt auf dem Handybildschirm, nicht in der Loom-Ausgabe.

Kann ich einen Teleprompter für Loom nutzen, ohne etwas zu laden?

Ja. Der kostenlose Online-Teleprompter auf teleprompter.works/online/ läuft in Chrome, Safari oder Firefox auf dem Mac – ohne Installation und ohne Login. Skript einfügen, Schriftgröße und Tempo einstellen und das Fenster nah an deine MacBook-Kamera schieben, bevor du in Loom aufnimmst.

Vollständiger Guide: Was ist ein Teleprompter und wie funktioniert er? Beide Modi erklärt — Geschichte, Hardware gegen Software, Typen, Kosten und kostenlose Optionen für jede Plattform.

Natalie Brooks Natalie BrooksNatalie Brooks ist Videoproduzentin und arbeitet als Ein-Personen-Crew für unabhängige Creator, Unternehmensteams und Online-Lehrende. Sie schreibt über Heimstudio-Setups, Creator-Ausrüstung und die Produktionsentscheidungen, die in gesponserten Unboxings nie vorkommen.

Lies dein Loom-Skript, ohne wegzuschauen

Der kostenlose Online-Teleprompter läuft in jedem Mac-Browser – Skript einfügen, unter die Kamera schieben, aufnehmen. Kein Login, kein Download, kein Wasserzeichen.

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